Kraut im Markermeer

Der niederländische Staat hat in den letzten Jahren einiges unternommen um durch Naturschutzgebiete die Wasserqualität im Markermeer zu verbessern. Und war damit vermutlich erfolgreich: Das Wasser wirkt klarer, ist weniger milchig – die Sonnenstrahlen reichen jetzt metertief, und das heißt an vielen Stellen bis auf den Grund, ins Wasser.

Licht fördert Pflanzenwachstum und so wiederholt sich in den Sommermonaten jährlich von Juni bis August ein großflächiges Algenwachstum. Besonders gedeiht das „schwimmende Laichkraut“ (niederl. Fonteinkruid), das in meterlangen Stängeln bis zur Wasseroberfläche wächst. Dort wickelt es sich dann mit schöner Regelmäßigkeit um Propeller und Ruderblätter.

Auskunft über Sichtungen und Vorkommen der Wasserpflanzen gibt die Webseite waterplantmelder.nl . In diesem Jahr liegen Meldungen v.a. entlang des Westufers und der Hoorner Bucht (das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen). Berichte über Mähaktivität (wie z.B. in 2020) werden aktuell nicht ausgewiesen.

Wer sich aktiv beteiligen will kann Über eine App selbst Meldungen vornehmen: https://www.zeilen.nl/actueel/heb-jij-de-waterplantmelder-app-al-op-je-telefoon-staan/

Die Hoffnung auf eine natürliche Besserung des Phänomens besteht auch: Nicht etwa wieder Verschlechterung der Wasserqualität, nein, anderen Berichten zufolge breitet sich die bodendeckende „gewöhnliche Armleuchteralge“ (niedre. Kranswier) aus und verdrängt das Laichkraut. Die Armleuchteralge wird nur 60 cm lang und bildet dadurch kein Schifffahrtshindernis. Ich bin gespannt.

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